IMG_0201

Erwin Koen: ”Ich würde sehr gerne Trainer bei Rot Weiß Essen sein”

In den Niederlanden kann er noch einigermaßen anonym über die Straße gehen, aber in Essen ist das ganz anders. Erwin Koen gilt dort als Berühmtheit. Schon ganz früh ging Koen über die Grenze aus Groningen nach Deutschland. Er sollte in zehn Jahren bei sechs verschiedenen Klubs spielen. In all diesen Klubs wurde Koen zum Publikumsliebling, aber vor allem bei Rot-Weiss Essen hat der Angreifer einen besonderen Platz im Herzen der Fans. “Ich habe immer alles gegeben, das haben sie in Deutschland immer geschätzt”, sagte Koen im gesprach mit Fußballbegeistert.

Wir besuchten Erwin Koen in Arnheim. Bei V.V. Eldenia um genau zu sein. Da hat er nun die erste Mannschaft unter seinen Fittichen. In Arnheim arbeitet Koen still und leise an seiner Trainerkarriere. Als junges Talent, hat er in der Eredivisie beim FC Groningen seinen Durchbruch geschafft. Dort absolvierte er ueber 40 spiele in der Eredivisie.

“Das Publikum war für mich immer noch eine besondere Motivation”

IMG_0189Sie hatte schon einige Spiele in der Eredivisie, und dann ging es zum FC Gütersloh in die dritte Liga nach Deutschland?

“Die Klubs aus der Eredivisie standen nicht gerade schlange. Man riet mir dann über die Grenze zu schauen, das habe ich dann in die Tat umgesetzt. Ich spielte dann ein Testspiel beim FC Gütersloh und die wollten mich sofort. Ich hatte dann die Wahl. In den Niederlanden zu bleiben, oder eine neue Chance in einem anderen Land. Ich entschied mich für letztes, und das gefiel mir sehr gut. ”

Sie blieben sechs Monate in Gütersloh, war es die richtige Wahl?

“Haha, jetzt kommt die folgende Geschichte. Gütersloh ging Konkurs nach sechs Monaten. Sie sind aus der zweiten Bundesliga abgestiegen, aber die Gehälter wurden nicht gesenkt. Ich habe auch kein Gehalt für die letzten drei Monate erhalten. Dann wurde es im Winter dunkel und man zog den Stecker. Danach bin ich zu Göttingen gegangen. ”

Nach einem halben Jahr in Göttingen kam Rot-Weiss Essen, war das der Hit?

“Essen ist großartig. Es ist auch ein wirklich großer Klub, ein schlafender Riese, sage ich immer. Als ich ankam, ging es dem Verein nicht gut. In meinem ersten Jahr sind wir fast aus der Regionalliga abgestiegen. Im letzten Spiel erzielten wir in der 93. Minute ein Tor, dadurch sind wir drin geblieben. Sie hätten die Fans sehen müssen. Als wir zu ihnen gegangen sind um dem zu bedanken spuckten die Zuschauer auf einige spieler. Für die fans war es ein Katastrophen Jahr.”

Schließlich blieben sie 5 Jahre beim RWE und sind Torschützenkönig geworden.IMG_0193

“Das war in meinem vierten Jahr. Es war ein großartiges Jahr. Wir sind mit einem großen Vorteil Meister geworden und ich schoss 18 Tore. Rot-Weiss Essen war schon über 40 Jahre nicht mehr in der zweiten Bundesliga. Ich bin vergöttert worden, es war sehr schön. Ich bin in Essen immer noch geliebt, deutsche vergessen solche Dinge nicht. Ich bleibe dort für immer in dem Herzen.

In Essen waren Sie eine Berühmtheit, aber Sie gingen dort weg?

“Ich war bereit für eine höhere Aufgabe. In Essen sind wir sofort im ersten Jahr in die zweite Bundesliga wieder abgestiegen und dann kam Alemannia Aachen. Dieser Verein spielte im oberen Teil der zweiten Bundesliga zu dieser Zeit. Diese Gelegenheit wollte ich ergreifen.”

Was konnten Sie besonders gut?

“Ich war auf dem Platz ein Kämpfer. Ich habe nie versucht einen Gegenspieler auszuspielen, dafür hatte ich gar nicht die Technik, ich hätte mir eher einen Knoten in die Beine gemacht. Ich habe vor allem gekämpft. Das kam in Deutschland an, die Fans wollten genau diesen Kampf sehen keine schön Spielerei. Wenn Sie gesehen haben das man alles gegeben hat, waren sie zufrieden.”

“Ich war eigentlich bei alle meinen Klubs Publikumsliebling. Die Fans haben gesehen , dass ich immer voll da war”

Wie wichtig war Ihnen die Bindung zum Publikum?

“Sehr wichtig. Das Publikum war für mich immer noch eine besondere Motivation. In Essen standen die Fans immer hinter mir, der gesamte Block rief immer “Erwiiiiiiiiin” dann habe ich kein 100 Prozent gegeben, sondern 140 Prozent. Immer wenn ich gefoult worden bin, stand ich auf und spielte weiter. Das ist, was die Fans dort sehen wollten. Ich war eigentlich bei alle meinen Klubs Publikumsliebling. Die Fans haben gesehen , dass ich immer voll da war. Ich hatte nicht die größte Technik, aber meine Mentalität kam überall an wo ich gespielt habe.”

IMG_0195Hat Ihnen die Karriere alles gebracht was Sie sich vorgestellt haben?

“Mein großes Ziel war es, als ich nach Deutschland ging in der Bundesliga zu spielen. Das habe ich erreicht Es war nicht einfach aber es ging in kleinen Schritten aufwärts. Wenn man sieht was ich erreicht habe. Ich kam als junger Spieler zu einen Klub, der Insolvenz gegangen ist, dann habe ich mich über Göttingen hochgearbeitet. Meine Karriere verlief nicht Reibungslos, aber sie hat mich geformt.

Was ist Ihr Ziel als Trainer?

“Ich hoffe, das ich in Deutschland arbeiten kann. Der Unterschied zwischen den Niederlanden und Deutschland ist im sachen mentalitaet so groß. In Deutschland wird das gemacht was der Trainer sagt und in Holland sagt mann immer Aber. Das ist einer der Gründe und Unterschiede warum deutsche Teams im Gegensatz zu niederländischen Teams Erfolg haben. In den Niederlanden ist es normal mit dem Trainer zu diskutieren In Deutschland steht der Trainer über den Spielern. Dort geht sich niemand zu beschweren, wenn er mit irgendwas nicht einverstanden ist. Wenn er das machen würde, könnte er gehen. Ich würde sehr gerne Trainer bei Rot Weiß Essen sein.

Geef een reactie

Het e-mailadres wordt niet gepubliceerd. Verplichte velden zijn gemarkeerd met *